Touren im Val Müstair (Gruppe Angi Etterli) 14. - 17. 07. 2026
Der Wetterbericht war ungewiss, als wir uns auf den Weg ins Bündnerland machten. Allerdings kam es besser als erwartet.
1. Tag
Nach Ankunft im Hotel al Rom in Tschierv und einer ersten kleinen Stärkung machten wir uns auf den Weg Richtung Alp Champatsch. Er führte uns an Feuerlilien und Rittersporn vorbei aufwärts. Es war tüppig heiss und der Anstieg steil. Nach einem Wolkenbruch jedoch genossen wir bei angenehmeren Temperaturen das Mittagessen auf der Alpwiese und anschliessend einen Trunk im nahen Beizli. Von da aus nahmen wir den Weg nach Lü durch einen herrlichen Lärchenwald unter die Füsse. Per Postauto ging es über Fuldera zurück. Abends wurden wir von der Hotelcrew erstmals mit einem 4-Gänge-Menu verwöhnt. Fein war’s! Dies sollte den ganzen Aufenthalt über so bleiben. Nach dem Essen war Zeit für einen Jass oder auch andere Spiele, Gelegenheiten gab es genug.
2. Tag
Fahrt nach Müstair und Besichtigung des Klosters San Jon aus der Zeit Karls des Grossen. Danach bei vorerst feuchtem Wetter steiler Aufstieg entlang des Wasserfalls Cascada da Pisch zum Suonenweg auf der rechten Talseite. Durch Wälder und über Bäche gelangten wir an Santa Maria vorbei zum Düss da las Levras (was Hasenhügel bedeutet) und gerade als es wieder zu regnen begann, erreichten wir das Restaurant in Valchava. Angis Stossgebet: „Gott, führe mich mit sichrer Hand von Restaurant zu Restaurant“ hatte gewirkt. Von da an war Schluss mit Regen. Die folgenden Tage wurden richtig herrlich.
3. Tag
Fahrt per Postauto über Santa Maria auf den Pass Umbrail. Aufstieg zum Stilfserjoch über die zahlreichen Serpentinen und ein Tälchen mit Murmeltieren und hochbeinigen Schafen mit hängenden Ohren (ungewohnte Rasse). War das ein Anblick, als sich uns, auf der Höhe angekommen, der Ortler und die Gletscherzungen an den grauen Abhängen zum Stelvio hin erstmals zeigten. Auf der anderen Seite öffnete sich der Blick auf die Berninagruppe über wohl zwei Bergketten hinweg. Wir zogen weiter Richtung Rötlspitz, nahmen dann aber den Weg unterhalb bis zu unserem Picknickplatz. Die Frühlingsenziane mit ihrem tiefen Blau und der Gletscherhahnenfuss in rosa-weiss erfreuten uns unterwegs. Vier Schneefinken flatterten um unsere Köpfe, als wir uns auf den Rückweg machten. Auf dem Stelviopass trafen wir die andere Gruppe wieder, die von Valchava aus zum Piz Umbrail aufgestiegen war und nun auf uns wartete. Rückfahrt mit dem Postauto ins Tal.
4. Tag
Wir machten unser Gepäck abreisebereit und begaben uns per Postauto nochmals nach Santa Maria, wo wir den Wanderweg entlang des Rom unter die Füsse nahmen. Durch vier ehemalige Gemeinden (nun zu einer zusammengelegt) führte der Weg abwechslungsreich mal rauf, mal runter, mal links und wieder rechts des Baches talaufwärts. Ein letztes Picknick kurz vor Tschierv stärkte uns für die Heimreise, die wir ganz zufrieden Mitte Nachmittag antraten.
Es waren wunderbare 4 Tage in einer Region, die jetzt jeder von uns ein wenig besser kennt. Ein herzliches Danke an dich, liebe Angi!
Fotos Angi Etterli und Christa Omlin



















