Speer, 1’951m 15. 02. 2026

Sektion, Tourenberichte

Die ersten 20 Minuten mussten die Skier noch getragen werden, danach lag jedoch ausreichend Schnee. Der Schnee rieselte leise während unseres weiteren Aufstiegs durch den Saumchengel zur Alp Oberchäseren und sorgte für ein Winterwunderland. Auf der Alp Oberchäseren hatte leider nur die Toilette geöffnet – so gab es anstelle eines heissen Kaffees in der Hüttenstube nur warmen Tee aus dem Rucksack. Der Weiterweg um den Flügenspitz herum wartete mit steilen, hartgefrorenen Passagen auf, welche ohne Harscheisen nur mit vollem Körpereinsatz zu bewältigen waren. Der Gipfelhang hüllte sich dann in dichten Nebel, so fielen die sehr ausgesetzten Spitzkehren leichter. Ausser zwei Schneeschuhläufern, die uns noch bis zur Alp Oberchäseren begleiteten, waren wir an diesem Tag die einzigen Touristen in dem gesamten Gebiet. Wir benötigten somit keine Sitzplatzkarte auf dem Gipfel vom Speer, auf welchem im Sommer jeweils grosses Gedränge herrscht.

Die Aussicht vom Gipfel war gleich null, doch die Panoramatafeln gaben eine Idee davon, wie es sein könnte. Rechtzeitig zur bevorstehenden Abfahrt rissen dann die Wolken auf. Über uns war stahlblauer Himmel. Die Sonne beleuchtete die Südflanke und zeigte uns den Bereich, in welchem ein jeder seine «first-line» legen konnte. Die weitere Abfahrt im unteren Teil durch die half-pipe artigen «Chengel» mit dem vielen Treibschnee waren ebenfalls spassig. Leider war der Spass kurz nach der Alp Underchäseren vorbei, und wir mussten die letzten Höhenmeter zu Fuss zur Alp Matt absteigen. Im Seekafi Weesen – einem weiteren Geheimtipp, neben der Skitour auf den Speer – liessen wir uns dann mit Kaffee und Kuchen verwöhnen und die Tour ausklingen.