KiBe Kletterlager Auffahrt 29. 05.  - 01. 06. 2025

KiBe, Tourenberichte

Auffahrtslager Engelberg 29.05 – 01.06.2025

Donnerstag, 29. Mai 2025
Pünktlich um 08:15 Uhr versammelten wir uns am Bahnhof Zug – die Vorfreude im Gepäck und das Abenteuer vor Augen. Gemeinsam mit unseren beiden Leitern stiegen wir in den Zug Richtung Engelberg, wo uns unser Bergführer Sämi mit seinen Kindern erwartete.

Ab der Talstation der Fürenalpbahn ging es zu Fuss weiter Richtung Alpenrösli. Beim Alpenrösli angekommen, erwartete uns ein wohlverdientes Mittagessen.

Das schlechte Wetter zwang uns zu Plan B – statt hoch hinaus ging es zum Bouldern, unter anderem am Fuchsstein. Mit dabei: eine erfahrene Boulderexpertin, die uns hilfreiche Tipps und motivierende Anleitungen gab. Auch wenn manche Route nicht gleich klappte – der Ehrgeiz war geweckt.

Am Abend wanderten wir zur Stäfelialp, wo wir unsere gemütlichen Zimmer bezogen. Um 18 Uhr wurde zum Abendessen gerufen – und die Küche übertraf sich selbst: Nach einem knackigen Salat folgten köstliche Älplermagronen, abgerundet mit einer erfrischenden Kugel Glace. Um 22 Uhr hieß es Lichter aus – ein erlebnisreicher erster Tag lag hinter uns.

Freitag, 30. Mai 2025
Der neue Tag begann früh – und zwar nicht mit einem Wecker, sondern mit dem kräftigen Glockengeläut eines Alpaufzugs direkt vor der Stäfelialp. Um 7 Uhr stärkten wir uns am Frühstücksbuffet, bevor wir vom Bergführer zur Fürenalpbahn gefahren wurden.

Nach der Bahnfahrt wartete eine lange, anstrengende Wanderung zum Wissberg auf uns. Der Weg zog sich, was es nicht einfacher machte. Als wir beim Klettergarten angekommen sind, haben wir uns eine ausgiebige Mittagspause gegönnt.

Dann konnte die Kletterei losgehen. Von einfach bis schwer war alles dabei. Der Fels war etwas plattig und scharf. Es haben sich einige eine Wunde oder einen Kratzer geholt. Die meisten von uns haben sich einen Sonnenbrand zugelegt. Bei manchen schlimm, bei anderen weniger. Aber jetzt zurück zum Klettern: Es war sehr abwechslungsreich, was es cool machte, aber einen auch forderte.

Um 16:00 Uhr begaben wir uns auf den Rückweg. Bei der Fürenalp haben dann alle ein Glace bekommen. Nach einer kleinen Pause ging’s an den halbstündigen Marsch ins Äbnet, wo wir dann die Seilbahn ins Stäfeli genommen haben.

Das Abendessen – Salat, Rösti und Kuchen – war wieder ein Highlight. Den Abend ließen wir entspannt mit einer gemeinsamen Yoga-Runde ausklingen.

Samstag, 31. Mai 2025
Am Samstagmorgen stärkten wir uns wie gewohnt beim Frühstück. Kurz darauf konnten wir hohen Besuch empfangen. Reto Bühler, der Präsident unserer Sektion, kam mit uns klettern. Wir fuhren mit der Seilbahn vom Stäfeli ins Äbnet. Von dort aus wanderten wir weiter in Richtung Stäuber – einem imposanten Wasserfall, der seinem Namen alle Ehre machte und feinen Sprühnebel durch die Luft wirbelte.

Vor Ort teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Die einen machten sich auf zu einer Mehrseillängentour, während die anderen im Klettergarten blieben. In Zweier- und Dreierseilschaften kletterten wir vier Seillängen – die Schwierigkeit lag etwa im 5er-Bereich. Anschliessend mussten wir dreimal abseilen.

Zwei Seilschaften wagten danach sogar noch eine zweite Mehrseillängentour, während die anderen zurück zum Klettergarten abstiegen. Dort hatte die andere Gruppe bereits einen kleinen Naturpool im Bach entdeckt – und nach dem Klettern nutzten wir die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg zur Stäfelialp. Zum Abendessen gab es wieder ein leckeres Menü: Nach einem frischen Salat folgte Pasta, und als Dessert eine feine Creme.

Um halb zehn abends kam ein Gewitter der Stufe rot. Die Blitze erhellten das ganze Tal – ein spektakuläres Schauspiel zum Abschluss des Tages.

Sonntag, 1. Juni 2025
Der letzte Tag begann wie gewohnt mit dem Frühstück um 7 Uhr. Danach hatten wir bis 9 Uhr Zeit, unsere Sachen zu packen und uns bereit zu machen. Unsere Taschen und Rucksäcke konnten wir fahren lassen. Anschliessend machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Leitistein.

Dort nutzten wir die letzte Gelegenheit zum Klettern. Einige Routen waren wegen der Nässe leider nicht kletterbar, und es war recht voll, da auch eine andere Gruppe vor Ort war. Trotzdem genossen wir die verbleibende Zeit und kletterten, was möglich war.

Nach dem Klettern machten wir uns auf den Rückweg – der letzte Programmpunkt wartete: Baden bei einem Wasserfall. Das Wasser war eiskalt, und obwohl sich niemand direkt unter den Wasserfall traute, war das Bad eine erfrischende und würdige Abschlussaktion.

Nach einem weiteren Glace gings mit dem Zug über Luzern zurück nach Zug. Um 17:30 Uhr kamen wir am Bahnhof an, etwas müde, aber voller neuer Erlebnisse. Unsere Eltern erwarteten uns schon, und so endete ein unvergessliches Lager.

Fotos Heinz Jeranko