JO Skitourenlager 09. - 14. 02. 2026
MO (Severin)
Am 9. Februar 2026 starteten wir mit der JO in unsere Skitourenwoche im Wallis. Zum Auftakt nahmen wir das Stockji im Goms in Angriff. Mit 1’376 Höhenmetern war es ein sportlicher, aber gut machbarer Einstieg. Bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein schnallten wir in Münster die Felle an. Der Aufstieg begann im Wald und zog sich zunächst etwas in die Länge. Schritt für Schritt gewannen wir an Höhe, bis wir schließlich die Waldgrenze erreichten. Oberhalb der Waldgrenze öffnete sich das Gelände und die Aussicht auf die umliegenden Gipfel sorgte für zusätzliche Motivation. In gleichmäßigem Tempo arbeiteten wir uns weiter Richtung Gipfel vor. Oben angekommen genossen wir die Sonne, die Aussicht und das gute Gefühl, die erste Tour der Woche erfolgreich gemeistert zu haben. Das Highlight folgte bei der Abfahrt. Die Schneeverhältnisse waren hervorragend mit feinem Pulverschnee ohne Deckel. Die Schwünge fühlten sich leicht an und sorgten für viele zufriedene Gesichter. Fazit: Ein gelungener Start in die JO Skitourenwoche mit traumhaftem Wetter, 1’376 Höhenmetern und perfekten Schneebedingungen.
DI (Simon und Petr)
Zum Frühstück haben wir erstmal für Colin zum 23. Geburtstag gesungen und sind dann nach St-Luc gefahren, wo wir mit dem wohl schnellsten Funiculaire auf 2180 m ü. M. hochgefahren sind. Bei Nebel und leichtem Schneefall begannen wir unsere Tour im flachen Gelände. Zwischendurch haben wir immer wieder kurze Ovi-Schoggi-Pausen eingelegt, um uns zu stärken. Die letzten 350 Hm waren ein steiler Anstieg mit vielen Spitzkehren. Das letzte Stück zum Gipfel mussten wir mit den Ski auf dem Rücken bewältigen, bevor wir auf der Turtmannspitze auf 3082 m ü. M. bei mittlerweile bestem Wetter die Aussicht geniessen konnten. Bei der Abfahrt über die Nordostflanke mussten wir zu Beginn mit den Skiern eine sehr steile Passage traversieren und wurden anschliessend mit einem unbefahrenen Powderhang belohnt. Nach ein paar leichten Steinkontakten folgte, wie es bei jeder richtiger Skitour sein soll, nochmals ein kurzer Gegenanstieg. Bei einer kleinen Pause wurde zur Feier von Colins Geburtstag mit alkoholfreiem Vino Bianco angestossen, danach folgten weitere Powderhänge und eine spektakuläre Schneelandung von Niklaus. Über die präparierte Piste ging es weiter ins Tal, wo uns Kaffee und Kuchen erwarteten. Zum Znacht gab es ein köstliches Tomaten-Gemüse-Risotto von Colin und Niklaus. Zur Abrundung des Tages gab es eine lustige Runde Codename und einen Dessert-Glacéplausch.
MI (Alina)
Der sonnige Teil der Woche war am Mittwoch eindeutig vorbei und die Mission Schneegestöber begann direkt mit einigen Problemen: Nach viel Geschaufel und Gerutsche kamen wir zur Erkenntnis, dass die Strassen im Val d’Anniviers im Winter ohne Schneeketten schnell zum Endgegner des Volleyballbüsslis werden. Wir haben es dann aber doch noch zur Wasenalp am Simplon geschafft. Im Dauerschneefall machten wir nach einem kurzen Aufstieg durch den Tiefschnee eine ausgedehnte und interessante Lawinenübung mit Mehrfachverschüttung und genossen den vielen frischen Powder. Natürlich reichte unsere Zeit auch noch für Kafi und Kuchen in der Wasenalp. Nach einer kurzen, aber sehr lohnenswerten Powderabfahrt ging es mit einem Umweg über eine Walliser Autogarage zurück nach St-Luc. Eingedeckt mit Schneeketten und somit bereit für den Schnee der nächsten Tage genossen wir viele viele Fajitas und eine Menge Guacamole.
DO (Niklaus)
Heute musste das Frühstücksteam schon früh aus den Federn. Um 6 Uhr gab es z’Morgen. Danach machten wir uns Richtung Simplon auf. Beim Skilift Schutzhaus angekommen machten wir uns sofort bereit damit wir dann auch die ersten auf dem Lift und somit auf der Abfahrt noch unberührten Schnee unter den Skiern hatten. Da es die letzten Tage so viel Schnee gegeben hat, ist für uns nur eine flache Skitour oder eben einen Freeridetag in Frage gekommen. Wegen dem starken Schneefall, entschieden wir uns für den Skitag am Lift, der im Wald war, was die Sicht und die Lawinensituation verbesserte. Der fast hüfttiefe Powder war unglaublich. Am Abend krönten wir den Tag mit 10 Portionen Walliser Fondue und gingen voll und müde ins Bett.
FR (Colin)
Die Lawinensituation war angespannt, eigentlich ein Tag, an dem man zweimal nachdenkt. Doch Oliver wäre nicht Oliver, wenn er nicht trotzdem eine richtig starke, sichere Tour aus dem Hut gezaubert hätte. Planung top, Risiko im Griff, so muss das sein. Bereits auf dem Parkplatz begann das Abenteuer: Ein Autofahrer steckte hoffnungslos im Schnee fest. Und wie es sich für die JO Rossberg gehört, wurde natürlich nicht lange diskutiert, sondern geschoben, gegraben und motiviert. Nach erfolgreicher Bergungsaktion versprach uns der Gerettete als Dank eine Gratisrunde in seinem Restaurant nach der Tour. Wir nickten höflich, innerlich jedoch mit der leisen Frage: Arbeitet der überhaupt dort? Unser Ziel lag Richtung Einigs Alichji. Der Aufstieg war eindrücklich, immer wieder hörten wir kontrollierte Lawinensprengungen in der Ferne. Die dumpfen Explosionen erinnerten uns daran, dass heute kein Spielraum für Fehler bestand. Oben angekommen wollten wir natürlich ein Gipfelfoto. Mit einer Mischung aus Schulfranzösisch, Handzeichen und kreativem Improvisationstalent fragten wir andere Tourengänger, ob sie ein Bild von uns machen könnten. Die Antwort kam trocken: „Ihr könnt auch Deutsch sprechen.“ Soviel zur internationalen Performance… Die Abfahrt? Pulver vom Feinsten. So gut, dass wir uns nur kurz anschauten, und wortlos entschieden: Nochmal hoch. Also Felle wieder drauf und eine zweite Runde „schredden“, weil man solche Bedingungen nicht ungenutzt lässt. Zum Abschluss folgte der Wahrheitsmoment im Restaurant. Wir betraten das Lokal mit vorsichtiger Erwartung, und tatsächlich: Es gab die versprochene Gratisrunde. Bis zum Schluss waren wir uns zwar nicht hundertprozentig sicher, ob unser Parkplatz-Bekannter wirklich dort arbeitete oder einfach sehr überzeugend war, aber das Getränk schmeckte hervorragend. Ein Freitag, der alles hatte: Lawinendruck, Hilfsaktion, Sprachbarrieren, Traumpulver und ein Happy End im Restaurant.
SA (Sandra)
Nachdem wir den letzten grossen Topf Porridge vernichtet und uns von unserem Häuschen verabschiedet haben, wurde das Büssli ein letztes Mal vom gefallenen Schnee befreit und wir machten uns auf die kurvenreiche Fahrt ins Tal. In Oberwald angekommen gab es noch Kuchen zur Stärkung, bevor der Anstieg direkt am Parkplatz begann. Beim kurzweiligen Anstieg lief uns, trotz der Spur von Oli, (von der auch andere profitierten wollten und deshalb mit Sicherheitsabstand hinter uns herschlichen) der Schweiss auf allen Poren. Auf dem Gipfel angekommen, bot sich uns leider nur eine graue Aussicht, weshalb sich die Zeit mit dem Austausch von Skiern vertrieben wurde. Die Abfahrt bat uns, trotz teilweisem Blindflug, tollen Schnee. Der Skitausch wurde jedoch bald rückgängig gemacht. Zuletzt wurden noch ein paar Schneeschuhgänger frech überholt, bevor wir die Skier zum letzten Mal im Bus verstaut haben. Die folgende Heimreise stellte unsere Geduld auf die Probe. Wir waren konfrontiert mit Wartezeiten vor dem Autoverlad Furke und vor einem Unfall in der Schöllenen, bei dem es viel unsererseits unverständliches Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer gab. Mit viel Verspätung schafften wir es schliesslich noch nach Zug. Es war eine grossartige Woche, mit tollem Schnee, vielen Lachern und viel Käse.
Vielen Dank für die Ermöglichung des Lagers!









