Grammont, 2’172m 06.  - 07. 06. 2026

Sektion, Tourenberichte

Unser Abenteuer begann bereits während der Zugfahrt: Bei Kaffee, Gipfeli und vielen fröhlichen Gesprächen stimmten wir uns auf ein Wochenende ein, das ganz im Zeichen von Geselligkeit und gemeinsamer Freude stand. Die Reise in die Welschschweiz war bereits eine Einladung zum Abschalten und Geniessen.

Der Aufstieg zum Lac de Taney führte uns durch eine abwechslungsreiche Natur. Blühende Alpwiesen und schöne Ausblicke auf den Genfersee luden immer wieder zum Innehalten ein. Am Wegesrand entdeckten einige von uns sogar ein paar köstliche Walderdbeeren – ein kleines Geschenk der Natur. Nach unserer Ankunft am See liessen wir uns die erste Abkühlung nicht entgehen: Ein Bad im kristallklaren, 12°C kalten Wasser sorgte für einen ebenso erfrischenden wie unvergesslichen Moment, bevor wir zur Hütte aufstiegen.

Am Abend verbrachten wir gemütliche Stunden in der Hütte, wo uns das Hüttenpersonal mit grosser Herzlichkeit empfing. Ein feines Fondue rundete den ersten Tag in geselliger Atmosphäre ab. Um das Essen zu verdauen und die ruhige Abendstimmung noch etwas länger zu geniessen, spazierten wir anschliessend einmal rund um den See und liessen die besondere Stimmung auf uns wirken.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein reichhaltiges Frühstück mit einem feinen Sonntagszopf und einer Auswahl an hausgemachten Konfitüren, die alle begeisterten. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Mont Grammont. Blühende Alpenblumen säumten den Pfad, und die Bergwelt beschenkte uns mit schönen Begegnungen: Zahlreiche Steinböcke liessen sich aus nächster Nähe beobachten, während ein Schneehuhn mit seinen weiss schimmernden Flügeln für einen ganz besonderen Moment sorgte. Das charakteristische Pfeifen der Murmeltiere und der Gesang der Vögel begleiteten unseren Aufstieg.

Zeitweise hüllte ein leichter Nebelschleier die Gipfel ein und liess die eindrucksvolle Bergkulisse nur erahnen, wodurch die Wanderung eine beinahe geheimnisvolle Stimmung erhielt. Bereits am Vorabend hatte die Sage der Vouivre, die wir vor dem Schlafengehen miteinander teilten, uns in eine mystische Welt entführt und dieser Berglandschaft eine zusätzliche Portion Magie verliehen.

Nach dem Gipfel durfte die Erholung natürlich nicht fehlen: Ein weiteres Bad im Wasser des Lac de Taney, gefolgt von einer Pause mit einer hausgemachten Glace, gab uns neue Energie für den letzten Abstieg zum Parkplatz Le Flon.

Über die schönen Landschaften hinaus wird diese Tour vor allem als Erinnerung an zwei Tage voller Geselligkeit, gegenseitiger Unterstützung, Gespräche, Lachen und einer harmonischen Atmosphäre unter den Teilnehmerinnen bleiben. Schliesslich machten sich sieben fröhliche Heldinnen mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck auf den Heimweg.

Dieser Ausflug in die Welschschweiz wird uns als schönes Bergerlebnis in Erinnerung bleiben, bei dem sich die Vielfalt der Flora und Fauna, kulinarische Genüsse und vor allem die Freude am gemeinsamen Unterwegssein auf harmonische Weise vereinten. Der Weg dorthin war zwar lang, doch manche Orte sind jede Reise wert – und der Lac de Taney gehört ganz bestimmt zu den Orten, an die man immer wieder gerne zurückkehrt.