Wändlispitz - Diethelm |
| Sa 26. Jun. 10 |
|
|
| Treffpunkt 6h30 auf dem Siemens-Parkplatz. Heute fiel das Aufstehen wohl niemandem schwer – strahlender Sonnenschein und schon am Morgen 14°C. Wer hätte das gedacht nach all dem Regen, der in der letzten Zeit fiel! Heute musste man einfach in die Berge gehen, es war Pflicht und Kür zugleich. Auf dem Siemens Parkplatz versammelte sich eine zwölfköpfige Gruppe für das Abenteuer, das Alois Steiner (genannt Wisel) als T6 Wanderung, mit der Bemerkung „nichts für Trekkingschuhe“ ausgeschrieben hat. Mit drei Autos ging es nach Einsiedeln, wo wir auf Erich, Freund und Helfer von Wisel trafen. Zur Stärkung ein Café und weiter ging es nach Studen wo wir beim Golfplatz bei Ochsenboden parkierten. Der erste Teil im Wald war ein breiter Kiesweg. Wisel war durch die vielen Frauen in der Gruppe ganz abgelenkt und hätte doch tatsächlich die Abzweigung und damit den Einstieg in das steilere Waldstück verpasst, hätte Erich nicht aufgepasst. Damit hatte sich Erich bereits ein erstes Bier gesichert. Steil ging es auf einem schmalen, aber gut erkennbaren Pfad weiter und weiter hinauf, bis zu einer Alphütte. Dort machten wir eine erste, wohlverdiente Pause. Geschwitzt hatten wir schon und es stand uns ein durstiger Tag bevor. Persönlich war ich etwas nervös, was jetzt kommen wird. Eigentlich sind Wanderungen in ausgesetztem Gelände ohne Seil nicht gerade meine Stärke. Was nicht ist, kann ja noch werden, habe ich mir gedacht. Als es dann nach der Hütte weglos weiter ging, wusste ich, jetzt geht es los. Kompetent und zielstrebig führte uns Wisel weglos durch Gras und Wald direkt zum Einstieg des Grascouloirs. Eine kurze Leiter hilft beim Einstieg, etwas Drahtseil und dann geht es sehr steil immer weiter und weiter hinauf. Die Passage ist am Anfang recht ausgesetzt, aber Wisel bot Unterstützung mit Seil und zum Glück war das Gras trocken und rutschsicher. Alle meisterten diese erste Passage problemlos und erreichten bald darauf den Sattel, wo es auf dem Grasrücken weglos Richtung Wändlispitz weiterging. Erster Gipfel und eine erste verdiente Gipfelrast. Das Panorama wurde ausgiebig diskutiert, hatte es doch in letzter Zeit ununterbrochen geregnet und der Mangel an Bergerlebnissen war spürbar. Der Abstieg vom Wändlispitz wurde von einer Teilnehmerin sehr treffend zusammengefasst: zum Glück habe ich nicht gewusst, dass wir da runter müssen. In der Tat sieht es sehr spektakulär aus, aber der ausgesetzte Grat hat gute Griffe, die mit etwas Konzentration einfach zu meistern sind. Ich war aber trotzdem sehr froh, hatte ich von den Teilnehmerinnen hinter und vor mir etwas Unterstützung. Ausrutschen wäre nämlich äusserst ungesund gewesen. Wisel hatte ebenfalls zur Unterstützung in den steilsten Passagen ein Seil helfend ausgelegt. Nach dem Wändlispitz ging es zielstrebig weiter zum nächsten Gipfel, dem Diethelm. Kurze Passage mit Leitern und etwas Seil, aber nach dem Abstieg des Wändlispitz war das fast wie ein Spaziergang im Park. Eine zweite Gipfelrast folgte auf dem Diethelm. Diesmal wurde der Verpflegung mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem Panorama. Es folgte der Abstieg in Richtung Wägitalersee bis nach Fluebrig. Eine Rutschpassage auf einem Schneefeld verkürzte die Abstiegszeit etwas. Steilheit und Schneeverhältnisse waren perfekt. Der Geschwindigkeitsrekord im Runtergleiten wurde von Wisel aufgestellt. So folgte der Überschreitung des Diethelm jetzt noch die Umrundung. Nach Fluebirg gings Richtung Fläschlihöchi weiter und dann im Abstieg runter Richtung Golfplatz, unserem Ausgangsort. Zurück beim Golfplatz waren wir froh, dass wir die Schuhe wechseln konnten und danach ging es gleich zur wohlverdienten Erfrischung bei dieser Hitze. Wir danken Wisel ganz herzlich für diese super Tour, es war ein toller Tag! Teilnehmer: Wisel, Erich, Sepp, Simon, Erich, Elsbeth, Madlen, Carla, Emmanuelle, Hanni, Daniela, Rosa, Martina Autor(en): Martina Vitelli |